Mittwoch, 1. Januar 2014

Alle Jahre wieder ;)

Ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht! 2014 ist noch ganz frisch, perfekt, um sich Dinge vorzunehmen und den Mut aufzubringen, sie auch durchzuziehen.

Für viele Menschen steht das Abnehmen ganz oben auf der Liste der Neujahrsvorsätze, deshalb geht es in diesem Post um einige wenige, aber dafür sehr hilfreiche Tipps, wie ihr die lästigen Pfunde ohne Crashdiät dauerhaft loswerden könnt, und das alles, ohne zu hungern. Klingt doch gut, oder? Also fangen wir am Besten gleich an ;)

1) Richtet euch mehrere fleischfreie Tage in der Woche ein. 

Hintergrund ist der, dass Fleisch nur sehr schwer verdaut wird und viel Fett enthält, auch sogenanntes mageres Fleisch wie Hühnchen oder Pute. Lasst ihr einen Teil des Fleisches weg, lasst ihr auch ungesunde Fette und somit Kalorien weg.

2) Schränkt den Genuss von Milchprodukten ein. 

Milch macht nachgewiesenermaßen viele Menschen krank, und das nicht nur wegen der Laktose. Milch übersäuert und verschleimt, sodass es zu häufigen Erkältungen, Gelenkschmerzen, Blähbäuchen und Ohrenentzündungen kommt, ganz zu schweigen von schlechter Haut, gedrückter Stimmung und noch vielen anderen Wehwehchen. Wenn ihr eins oder mehrere dieser Symptome bei euch erkennt, versucht doch mal, einen Monat komplett auf Milch zu verzichten und schaut, wie es euch dann geht. Ein Monat ist keine lange Zeit und ihr könnt dabei nur gewinnen.

In dieser Zeit könnt ihr die Milch durch Soja-, Reis- oder Hafermilch ersetzen, ich persönlich nehme einen Kokos-Reis-Drink für den Kaffee. Auch Haselnussmilch ist sehr lecker. Ihr müsst nur euren Favoriten finden, die Auswahl ist groß. 

3) Ersetzt billigen Süßkram aus dem Supermarkt mit hochwertigen Naschereien und Obst. 

Das klingt zuerst vielleicht schwierig, aber wenn ihr ganz bewusst einen Schokoriegel durch einen Apfel oder sonstiges Stück Obst ersetzt, merkt ihr schnell, wie unnatürlich süß die billigen Industriesüßigkeiten eigentlich sind. Außerdem verdient ihr mehr, als diesen Schrott. Wirkliche Geschmackserlebnisse findet man nun mal nicht beim Discounter.

4) Haltet euch von Weißmehlprodukten fern. 

Dazu zählen Toast, weiße Brötchen, Nudeln und Kuchen. Auch das erscheint im ersten Moment schwierig, aber wenn ihr euch erst einmal bewusst gemacht habt, dass das bloß leere Kalorien sind, die euch nichts als einen kurzfristigen Zuckerschub und ordentlich Hüftgold geben, dann fällt das Ersetzen mit Brot aus Roggen und Dinkel gar nicht mehr so schwer.

5) Trinkt frischen Obst- und Gemüsesaft. 

Ich hatte in älteren Blogposts schon etwas dazu geschrieben, aber ich kann es nicht genug betonen: Frisch gepresste Säfte sind das A und O bei jeder Ernährungsumstellung. Vergesst das Zeug aus der Tüte oder dem Kühlregal aus dem Supermarkt; nur selbstgemacht taugt etwas. Durch das Haltbarmachen durch Hitze verliert der Saft nämlich einen Großteil seiner Vitamine und bringt euch so gut wie gar nichts. Mit frischen Säften hingegen bekommt ihr viele Nährstoffe und Vitamine, ohne euch dafür anstrengen zu müssen. Alles, was ihr braucht, ist ein Entsafter oder eine Saftbar in der Nähe, aber ich verspreche, dass sich die Anschaffung lohnt.

Aber das Beste an so einem Saft ist, dass man ungeliebtes Obst und Gemüse nicht essen braucht ... man trinkt es einfach in wenigen Zügen und hat sein Soll erfüllt.

6) Seid neugierig. 

Ich weiß, dass meine Vorschläge für euch gigantisch erscheinen müssen, vor allem, wenn ihr überzeugte Fleischesser seid und gerne esst. Aber seht es mal so: Wenn ihr euren Fleisch- und Milchkonsum einschränkt, sucht ihr automatisch nach Alternativen. Und es gibt sooo viel zu entdecken! Das Internet ist voll von tollen Rezepten, ob nun vegetarisch oder vegan, dass ihr keinen einzigen Tag eures Lebens nicht wisst, was ihr essen sollt. Fleisch ist nur eine Komponente, aber es gibt Dutzende verschiedener Obst- und Gemüsesorten. Es wird Zeit, zum Entdecker zu werden und euren Geschmacksknospen etwas Neues zu bieten. ;)

7) Seid geduldig. 

Ernährungsumstellungen sind immer eine Herausforderung. Manchen fällt sie leicht, anderen nicht so sehr. Das, was ich vorschlage, ist keine Diät. Das kann ich gar nicht oft genug betonen. Diäten bringen immer nur kurzfristige Erfolge, denn die radikalen Methoden lassen sich im Alltag nicht dauerhaft umsetzen. Nehmt euch Zeit, stellt um, womit ihr euch wohl fühlt. Wenn ihr wirklich abnehmen und gesünder werden wollt, werdet ihr es schaffen, und jeder kleine Erfolg wird euch weiter anspornen und euch glücklich machen.

Auch wichtig: Schaut nicht so sehr auf die Waage, sondern achtet lieber auf eure Kleidung. Ihr werdet merken, wie ihr euch verändert, und mal ehrlich, ich habe lieber meine Jeans von vor 5 Jahren aus dem Schrank gezogen, als auf der Waage festzustellen, dass ich 5kg abgenommen habe.

8) Zu guter Letzt - seid hungrig! 

Meine "Tricks" verlangen euch viel ab, aber dafür sage ich euch jetzt auch, dass ihr so viel essen dürft, wie ihr wollt. Es müssen nur die richtigen Dinge sein ;) Wenn ihr einen Snack wollt, nehmt euch Obst, Gemüse, einen Saft, Smoothie oder einen Salat, die Reste vom veganen Auflauf von gestern, einen Teller Linsencurry mit Reis ... worauf auch immer ihr Lust habt. Beachtet nur die obigen Regeln, dann ist alles gut!

In diesem Sinne wünsche ich euch viel, viel Erfolg im neuen Jahr! Lasst die Pfunde nur so purzeln, holt euch Leichtigkeit und Gesundheit ins Leben, und vor allem habt Spaß an der Entdeckungsreise.

Quelle: www.pixabay.de

Samstag, 29. Juni 2013

Burger Night!

Ihr Lieben,

gestern habe ich noch versprochen, endlich wieder mehr Rezepte zu posten, und dann kann ich euch heute gleich so einen Leckerbissen präsentieren! Ich habe meinen "McFalafel" geliebt und glaube, dass er euch auch sehr gut schmecken könnte.






Hier sind die Zutaten für 4 Personen: 

1 Packung Falafelmix (findet ihr in Drogerieketten oder im Reformhaus, evtl. müsst ihr ausprobieren, welcher euch am Besten schmeckt)

Burgerbrötchen oder was auch immer ihr gern für Burger verwendet

Ketchup

Senf

Salat

4 kleine Tomaten

Zwiebel

 2-3 kleine Gewürzgurken

Röstzwiebeln

Und so geht's: 

 Bereitet den Falafelmix gemäß der Anweisung auf der Packung vor. Ich gebe immer noch etwas Senf und etwas gehackte Zwiebel dazu. Falls die Masse nach der Quellzeit zu trocken erscheint, gebt noch einen kleinen Schluck Wasser dazu.

In der Zwischenzeit (üblicherweise 15min bis der Falafelmix fertig gequollen ist) könnt ihr schon das Gemüse waschen und die Tomaten, Gewürzgurken und Zwiebeln schneiden. Ich persönlich brate meine Tomaten und Zwiebeln gerne leicht an. Wer beides lieber roh (oder gar nicht) mag, kann die nachfolgend erwähnte zweite Pfanne einfach weglassen :)

Erhitzt etwas Öl in 2 Pfannen. Es muss richtig heiß sein, damit die Patties beim Braten knusprig werden. In die eine Pfanne gebt ihr die Patties, in die andere Pfanne kommen die Tomaten und Zwiebeln. Wenn beides brutzelt, könnt ihr die Burgerbrötchen in den vorgeheizten Ofen geben (ich habe ihn auf ca. 100°C eingestellt). Wenn die Patties gar sind, sind die Brötchen auch fertig. Lasst die Falafel ca. 2 Minuten ungestört braten (aber nicht anbrennen lassen), dann seht nach, ob sie schon braun sind. Je nachdem, wie knusprig ihr sie mögt, wendet ihr sie. Dann noch mal 2-3 Minuten warten und fertig. Falls eure Falafel etwas dicker sind, kann die Bratzeit länger sein.

Meinen Burger baue ich wie folgt auf: Brötchenhälften mit Senf bestreichen, dann Salat rauflegen, Pattie dazu, den Pattie mit Ketchup bestreichen und die Tomaten und Zwiebeln draufgeben. Etwas Pfeffer drüber, dann kommt die in Scheiben geschnittene Gewürzgurke und ein paar Röstzwiebeln. Dann noch die obere Hälfte drauf und fertig!

Lasst es euch schmecken, und wenn ihr einen Vorschlag habt, wie man ihn noch besser machen kann, immer her damit! :D



Freitag, 28. Juni 2013

Der perfekte Start in den Sommertag ist grün :)

Ihr Lieben,

ich war lange, lange Zeit nicht mehr hier, aber inzwischen haben sich etliche Fotos von leckeren Gerichten angesammelt, die ich gerne nach und nach mit euch teilen und euch so das "Grün werden" schmackhaft machen möchte.

Und da es endlich einmal nach Sommer aussieht, fange ich mit einem einfachen, aber superleckeren Saftrezept an. Ich habe es jetzt schön öfter morgens als Kickstarter getrunken und bin immer noch schwer begeistert! Alles, was ihr für ein Glas leckeren Saft braucht, ist das hier:

1 halbe Gurke, ungeschält aber gut abgewaschen
1 kleiner Apfel
1 halbe Limette oder ein großer Spritzer frischer Zitronensaft, je nach Geschmack

Das war's auch schon! Wer experimentieren möchte, dem kann ich nur ein bisschen frischen Ingwer ans Herz legen, oder einen Stüber Zimt. Damit kann man nichts falsch machen, aber natürlich sind den Geschmäckern keine Grenzen gesetzt. Angerichtet in einem stilvollen Glas ist der Saft dann gleich noch mal so gut ;)


Freitag, 4. Januar 2013

Open Your Heart!

Ich bin ein großer Fan von Dokumentationen und Filmen zum Thema Ernährung und Gesundheit, deshalb möchte ich euch heute den Vortrag von Gary Yourofsky ans Herz legen. Er schlägt einen Bogen von Tierrechten zu den Gefahren von Tierprodukten und zeigt auf, was wir den Tieren mit unserem Konsum antun.

Bitte schaut euch dieses Video an - und zwar alles davon. Seht nicht weg, bildet euch eine Meinung, informiert euch. Und wenn ihr euch mit dieser Botschaft identifizieren könnt, bitte teilt es mit eurer Familie und euren Freunden.

Danke!


Montag, 10. Dezember 2012

The Starch Solution

Ich habe schon lange nichts Neues mehr geschrieben, was mir leid tut. Auf der anderen Seite habe ich in den letzten Monaten so viel über Ernährung gelernt, dass es schon fast unheimlich ist :-) Sollte es mit der Schriftstellerkarriere nicht klappen, wäre Ernährungsberatung glaube ich mein nächstgrößter Berufswunsch. Ehrlich. :)

Mein heutiger Post dreht sich um das Buch "The Starch Solution" des amerikanischen Arztes John McDougall. Dr. McDougall erlitt bereits mit 18 Jahren einen Schlaganfall, der, wie er sagt, eindeutig auf seine damalige Ernährungsweise zurückzuführen ist. Damals konnten die Ärzte ihm weder sagen, wie es dazu kommen konnte, noch Hinweise geben, wie er schneller wieder gesunden kann. Dabei stieß er zwangsläufig auch auf die Ernährung und stellte fest, dass eine pflanzenbasierte, stärkehaltige Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit ist.

Meine persönliche Meinung

Ich finde das Buch, obwohl es auf englisch ist, sehr gut verständlich geschrieben und vor allem so erklärt, dass auch ein Nicht-Mediziner die Zusammenhänge versteht. Das Prinzip ist sehr simpel: Man lasse Fleisch, Fisch und Milchprodukte sowie stark verarbeitete Lebensmittel wie Kuchen, Weißbrot, weiße Pasta usw weg und konzentriere sich auf Hülsenfrüchte, Kartoffeln jeglicher Art, Naturreis, Wurzelgemüse, buntes Gemüse, Salat und Obst sowie Nüsse und Samen und der Selbstheilungskraft des Körpers steht nichts mehr im Wege. Menschen, die an Herz- oder anderen chronischen Krankheiten leiden empfiehlt er außerdem den sparsamen Einsatz von Öl. Das klingt im ersten Moment radikal, aber wenn man sich vor Augen führt, dass alle Völker der Welt vegetarische Gerichte kennen, und diese normalerweise einen Großteil der Menü-Palette ausmachen, ist das nichts Besonderes.

Die Empfehlungen und Erklärungen von McDougall sind deshalb so leicht verständlich, weil jeder im Grunde weiß, dass er Recht hat. Menschen fürchten sich vor Kohlenhydraten, aber sie sind nur dann schlecht für uns, wenn sie zu Tode verarbeitet sind. Einfache Kohlenhydrate aus raffiniertem Zucker und Auszugsmehl sind leer, die beinhalten weder Vitamine noch Mineralien, und schon gar keine sekundären Pflanzenstoffe wie Ballaststoffe. Kartoffeln, Reis, Wurzeln und Hülsenfrüchte, und natürlich auch Gemüse und Obst hingehen sind komplexe Kohlenhydrate, die vom Körper mit ein wenig Aufwand erst aufgeschlüsselt werden müssen, ehe er sie verdauen kann. Das stellt ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sicher.

Mir persönlich sagt diese Form der Ernährung sehr zu, da ich Reis und Kartoffeln liebe und ich mich bisher noch nicht gelangweilt habe. Und sollte das doch einmal passieren, finde ich im Buch jede Menge Rezepte, die ich ausprobieren kann. Das vegane Leben ist kein Leben der Einschränkung, sondern ein Leben des Überflusses! Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten sich gesund und lecker zu ernähren, dass man manchmal gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Also, falls jemand von euch Gewicht verlieren oder chronische Krankheiten, Allergien und so weiter bekämpfen möchte, sollte er sich dieses Buch einmal näher ansehen. Man kann nichts falsch machen, wenn man sich (und sei es nur für eine Weile) an Dr. McDougalls Empfehlungen hält, und das Beste ist: man kann so viel essen wie man will. :D Aber ich verspreche euch, hat es erst mal angefangen mit dem Abnehmen und dem Sich-besser-fühlen, wollt ihr gar nicht mehr zurück.

Wem das Buch zu kostspielig ist, der findet auf seiner Webseite alle wichtigen Infos auch kostenlos, inklusive Erfolgsstorys von Patienten und Rezepten.

Dr. McDougalls Homepage

"The Starch Solution" auf Amazon



Dienstag, 24. Juli 2012

Vitamin B12 - Klappe die Zweite :-)

Beim Stöbern im Netz bin ich auf diesen sehr umfangreichen Artikel gestoßen und dachte, dass ich ihn mit euch teile.


Obwohl der Text sehr gut geschrieben ist, sollte man sich natürlich selbst weiter informieren, zumal der Verfasser ihn schon 2006 veröffentlicht hat. Nichtsdestotrotz findet man dort sehr viele gute Hinweise und Tipps, die man getrost näher unter die Lupe nehmen sollte, wenn man einen hauptsächlich vegetarischen bzw. veganen Lebensstil pflegen möchte.

Einen weiteren, sehr schönen Beitrag hat die Vegan Corner zum Thema gepostet:



EDIT: Der Fairness halber ist hier noch ein Artikel, der das Gegenteil behauptet, allerdings sollte man beachten, dass es sich bei der Autorin um eine Urköstlerin handelt, deren Ernährung sehr stark von der normalen vegetarischen oder veganen Ernährung abweicht. 


Der B12-Mythos gehört auf den Müllhaufen

Vitamin B12-Mangel betrifft auf alle Fälle nicht nur Vegetarier und Veganer, auch Fleischesser können latent darunter leiden. Die Links sind nicht allumfassend oder verbreiten die einzig wahre Lösung, aber sie sind ein guter Anfang, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wichtig ist meiner Meinung nach vor allem, dass man sich gut fühlt und so vielfältig und frisch versorgt, wie es möglich ist.

Bis ich mehr Informationen gesammelt habe, werde ich persönlich es noch einmal mit einem Nahrungsergänzungsmittel versuchen, diesmal mit Lutschtabletten auf Methylcobalamin-Basis, weil das laut Studien anscheinend am Besten vom Körper verstoffwechselt werden kann. Wir werden sehen, ob es was taugt :-)

Falls jemand schon Erfahrungen mit B12-Nahrungsergänzung gemacht hat, schreibt mir doch einen Kommentar. Dieses Thema ist so komplex und wichtig, dass ich mich über einen Austausch sehr freuen würde!

Freitag, 20. Juli 2012

Juice up your Life

Das Leben schöner und "saftiger" machen, wer wünscht sich das nicht? Und wenn schon nicht das Leben, so doch wenigstens den Tag. So schwer ist das gar nicht, man braucht nur ein paar Kleinigkeiten dafür. :-)

In meinem heutigen Post geht es um Säfte, genauer gesagt um frisch gepresste Säfte und warum sie so gut für uns sind. Ein Grund ist uns allen bekannt: In diesen Direktsäften, genau wie in frischem Obst und Gemüse, sind unzählige wertvolle Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Im Gegensatz zu einem einzigen Apfel oder einer gekochten Gemüsepfanne sind Säfte aber wahre Kraftpakete, die je nach Zusammensetzung unseren Körper so richtig auf Touren bringen können :-)

In einem 300 ml Glas frisch gepressten Saft sind zum Beispiel 3 Karotten, 2 Äpfel, ein Stück Ingwer, 2 Stangen Sellerie und eine rote Beete enthalten. Wer kann das schon an einem Tag essen? Oder will das überhaupt, vor allem in dieser Kombination? Ich nicht, und deshalb liebe ich Saft so, weil ich auf sehr unkomplizierte Weise jede Menge Power zu mir nehmen kann. Säfte schmecken eigentlich immer, und selbst, wenn das Experiment mal schiefgeht und der Geschmack nicht so überragend ist, kann man es zügig runterbringen und muss nichts wegwerfen.

Auch für Leute, die abnehmen wollen, sind Säfte eine hervorragende Nährstoffquelle. In Amerika gibt es Leute, die tage- und wochenlang literweise frische Säfte trinken und so fasten. An Kalorien mangelt es ihnen damit keinesfalls, und die konzentrierten Nährstoffe erlauben eine schnelle und gesunde Entschlackung.

Trotzdem weise ich hier darauf hin, dass man so ein Experiment niemals ohne ärztlichen Rat vornehmen sollte.

Wenn man an heißen Tagen nichts herunterbekommt, oder weil man krank ist und eigentlich gar nichts essen mag (Was nicht falsch ist; die Verdauung verlangsamt die Selbstheilung des Körpers. Fasten bei Grippe oder Erkältungen ist ein gutes Zeichen, das zeigt, dass der Körper daran arbeitet, wieder fit zu werden.), kann ein Saft ebenfalls die perfekte Lösung sein. Frisch gepresst ist er meist milder als einer aus dem Laden, oder aus einem Konzentrat, belastet nicht den Magen-Darm-Trakt und lädt die Batterien schnell und zuverlässig wieder auf.

Eine besondere Lanze möchte ich hierbei für grüne Säfte brechen. Grüne Pflanzen wie Kohl, Salat, Sellerie, Spinat, Koriander usw enthalten viel Chlorophyll, das für unsere Zellen besonders wertvoll ist. In Verbindung mit Äpfeln, Karotten, Trauben und anderem wenig sauren Obst sind sie sehr lecker und helfen, Leber, Nieren, die Haut und andere Organe zu reinigen und wieder in Schwung zu bringen.

Wer keine Lust hat, mit Spinat und Co. zu experimentieren, kann seine Säfte - oder auch nur ein Glas Wasser - mit Weizen- oder Gerstengraspulver aufpeppen. Es schmeckt zwar nicht so gut, hat aber die gleiche Wirkung und ist im Zweifel schneller und einfacher verfügbar.

Und es gibt noch zwei weitere Gründe, warum frisch gepresste Säfte so toll sind: Sie sind Rohkost und sie sind basisch. In einem früheren Post habe ich ja schon mal erwähnt, dass in Rohkost nahezu alle wertvollen Enzyme und Nährstoffe erhalten sind, wohingegen beim Kochen des Essens viele Vitalstoffe verloren gehen oder unbrauchbar werden. Beim selber Saften passiert das nicht. Wer Rohkost nicht gut verträgt, sollte ernsthaft auf Säfte umsteigen. Es ist unkompliziert, nicht teuer, lecker und es geht schnell. In wenigen Minuten, je nach Größe des Safts, hat man den kompletten Tagesbedarf an Nährstoffen zu sich genommen und braucht sich keine Gedanken mehr zu machen. Dan the Man aus Amerika hat es sehr schön zusammengefasst:

What we need is living food for living cells - wir brauchen lebendige Nahrung für lebendige Zellen.

Klingt doch logisch, oder? :-)

In jeder größeren Stadt, und glücklicherweise auch in vielen kleinen, gibt es mittlerweile Saftbars, die eine schöne Auswahl bieten. Und für diejenigen, die gern selbst saften wollen, gibt es eine Unmenge an Geräten, mit denen das gut gelingt. Rezepte gibt es kostenlos überall im Internet, bei youtube wimmelt es nur so von How-To-Videos. Es gibt keinen Grund, nicht etwas für seine Gesundheit zu tun, also ran an den Saft! Einfacher kann man sich selbst nun wirklich nicht helfen ;-)

Rezept für einen Grasshopper

3 Karotten
1 Stück Ingwer
2 Stangen Sellerie
2 Äpfel
1 rote Beete
1 kleiner Schluck Öl (Traubenkernöl, Olivenöl oder ein anderes hochwertiges Speiseöl)

Werft alle Zutaten bis auf das Öl in den Entsafter und rührt den fertigen Saft um. Danach kommt ein kleiner Spritzer Öl dazu, um die fettlöslichen Vitamine verwertbar zu machen (zB Vitamin E benötigt etwas Fett, um vom Körper aufgenommen werden zu können), und fertig ist der Grasshopper. Guten Appetit!